Blut im Urin: Welcher Arzt ist zuständig?
Blut im Urin (Hämaturie) muss immer urologisch oder hausärztlich abgeklärt werden – auch wenn es nur einmal auftritt. Häufigste Ursachen sind Harnwegsinfekte oder Nierensteine, aber Tumoren müssen ausgeschlossen werden.
Notfall-Check – wann 112 wählen?
112 rufen: Massive Blutung mit Kreislaufsymptomen (Schwindel, Bewusstlosigkeit).
116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Blutiger Urin mit hohem Fieber und Flankenschmerz außerhalb der Öffnungszeiten (Pyelonephritis-Verdacht).
Auch einmaliges Blut im Urin nicht ignorieren, sondern innerhalb weniger Tage urologisch abklären lassen.
Hintergrund zu Blut im Urin
Blut im Urin (Hämaturie) reicht von sichtbarer rötlicher Verfärbung bis zu mikroskopisch nachweisbaren Erythrozyten (Mikrohämaturie). Ursachen: Harnwegsinfekt, Nieren- oder Blasensteine, gutartige Nierentumoren, aber auch Blasenkrebs (v.a. bei Rauchern und Männern > 50). Auch nach starker körperlicher Belastung (Marathon) kann harmloses Blut im Urin auftreten. Selbst einmaliges Blut sollte immer ärztlich abgeklärt werden.
Welcher Arzt ist bei Blut im Urin zuständig?
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Häufige Fragen zu Blut im Urin
›Blut im Urin ohne Schmerzen – ist das schlimm?
Schmerzlose Hämaturie ist besonders abklärungsbedürftig, weil Blasenkrebs typischerweise schmerzlos blutet. Auch wenn das Blut nur einmal auftritt und dann verschwindet: urologische Untersuchung (Urinanalyse, Ultraschall, ggf. Zystoskopie) einholen.
›Kann rote Bete den Urin rot färben?
Ja. Rote Bete, viel Rhabarber, bestimmte Medikamente (Rifampicin, Metronidazol) und Nahrungsmittelfarbstoffe können den Urin rot bis rötlich färben, ohne dass Blut enthalten ist. Bei Zweifel: Urin-Teststreifen (Apotheke) oder Hausarzt-Untersuchung klärt schnell.
›Blasenentzündung – reicht die Apotheke?
Bei erstmaligem, unkompliziertem Harnwegsinfekt der Frau (Brennen, häufiger Harndrang, keine Blut, kein Fieber) kann kurzfristige Selbstbehandlung (viel Trinken, ggf. rezeptfreie Analgetika) einen leichten Verlauf abfangen. Bei Blut im Urin, Fieber, Flankenschmerz, Männern, Kindern, Schwangeren oder wiederkehrenden Infekten: immer ärztlich.
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Redaktioneller Hinweis
Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.