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Symptom-Ratgeber

Brustschmerzen: Welcher Arzt ist zuständig?

Kurz-Antwort

Akute, starke oder anhaltende Brustschmerzen sind IMMER ein Notfall – wählen Sie sofort die 112. Verdacht auf Herzinfarkt darf nie in der regulären Sprechstunde abgewartet werden.

Notfall-Check – wann 112 wählen?

112 rufen: Sofort 112 bei: starkem, anhaltendem Brustschmerz mit Ausstrahlung in Arm, Schulter, Hals oder Kiefer, kombiniert mit Atemnot, Kaltschweißigkeit, Übelkeit oder Vernichtungsgefühl. Verdacht auf Herzinfarkt.

116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Milde, wiederkehrende Beschwerden ohne akute Verschlechterung – über den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

BEI BRUSTSCHMERZEN NIE MIT DEM ANRUF ZÖGERN. Jede Minute zählt beim Herzinfarkt.

Hintergrund zu Brustschmerzen

Brustschmerzen sind eines der wichtigsten Alarm-Symptome der Medizin. Sie können harmlos sein (Muskelverspannung, Sodbrennen, Rippenprellung) – oder lebensbedrohlich (Herzinfarkt, Lungenembolie, Aortendissektion). Weil sich diese Ursachen im Frühstadium klinisch überlappen, gilt: neu aufgetretener, starker oder anhaltender Brustschmerz gehört immer ärztlich abgeklärt – im Zweifel über die 112.

Welcher Arzt ist bei Brustschmerzen zuständig?

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Häufige Fragen zu Brustschmerzen

Ist jeder Brustschmerz ein Herzinfarkt?

Nein. Die Mehrzahl der Brustschmerzen sind muskuloskelettal (Rippenprellung, Muskelverspannung) oder gastroösophageal (Sodbrennen). ABER: die Unterscheidung ist klinisch nicht sicher möglich. Neu auftretender oder starker Brustschmerz gehört im Zweifel immer über die 112 abgeklärt.

Wie erkenne ich einen Herzinfarkt?

Typisch: anhaltender (>15 Minuten) starker Druck, Enge oder Brennen hinter dem Brustbein, oft mit Ausstrahlung in linken Arm, Schulter, Hals oder Kiefer. Begleitet von Atemnot, Kaltschweiß, Übelkeit, Vernichtungsgefühl. Bei Frauen und Diabetikern können die Symptome atypisch sein (nur Übelkeit, Rückenschmerz, Kurzatmigkeit).

Wann zum Kardiologen mit Brustschmerzen?

Zur planbaren Abklärung: bei wiederkehrenden, belastungsabhängigen Brustschmerzen (z. B. beim Treppensteigen), bei bekannten Risikofaktoren (Bluthochdruck, hohes Cholesterin, Rauchen, Diabetes, familiäre Belastung) oder nach einem stationär abgeklärten Herzinfarkt zur Nachsorge.

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Redaktioneller Hinweis

Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.