Rückenschmerzen: Welcher Arzt ist zuständig?
Bei Rückenschmerzen ist der erste Ansprechpartner meist der Hausarzt. Halten die Schmerzen länger als 2–3 Wochen an, strahlen ins Bein aus, oder gehen sie mit Taubheit oder Kraftverlust einher, ist eine orthopädische Abklärung notwendig.
Notfall-Check – wann 112 wählen?
112 rufen: Akute Lähmung der Beine, Blasen- oder Mastdarmstörung, plötzlicher Kraftverlust – Verdacht auf Cauda-equina-Syndrom.
116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Sehr starke, neu aufgetretene Rückenschmerzen mit Fieber oder nach Sturz außerhalb der Öffnungszeiten.
Ansonsten reicht ein regulärer Hausarzt-Termin, oft innerhalb weniger Tage.
Hintergrund zu Rückenschmerzen
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Behandlungsanlässen in Deutschland: rund 85 Prozent der Erwachsenen erleben sie mindestens einmal im Leben. In etwa 80 Prozent der Fälle sind sie „unspezifisch" – ohne erkennbare Struktur-Ursache – und klingen mit Bewegung, Wärme und leichter Schmerzmedikation innerhalb weniger Wochen wieder ab. Bei anhaltenden oder ausstrahlenden Beschwerden lohnt eine gezielte fachärztliche Abklärung.
Welcher Arzt ist bei Rückenschmerzen zuständig?
Erste Einschätzung, akute Kreuzschmerzen ohne Ausstrahlung
Anhaltend > 2–3 Wochen, Ausstrahlung in Bein oder Arm
Taubheit, Kribbeln, Kraftverlust in Extremität
Bewegungs- und Kräftigungstherapie nach ärztlicher Verordnung
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Häufige Fragen zu Rückenschmerzen
›Wann sollte ich mit Rückenschmerzen zum Arzt?
Halten die Schmerzen länger als 2 bis 3 Wochen an, strahlen sie in Bein oder Arm aus, oder treten Taubheit, Kribbeln oder Kraftverlust auf, ist eine ärztliche Abklärung angezeigt. Bei plötzlichem Kraftverlust in den Beinen oder Blasen-/Mastdarmstörungen ist es ein Notfall (112).
›Rückenschmerzen: Orthopäde oder Neurologe?
Der Orthopäde ist zuständig für strukturelle Ursachen (Bandscheiben, Wirbelgelenke, Muskulatur). Der Neurologe wird eingeschaltet, wenn Nervenreizungen im Vordergrund stehen (Taubheit, Kribbeln, Ausfälle). Meist beginnt der Weg beim Hausarzt oder Orthopäden.
›Hilft ein MRT bei Rückenschmerzen immer?
Nein. Ein MRT wird nur bei spezifischen Verdachtsdiagnosen (Bandscheibenvorfall mit Nervenausfällen, Tumor, Entzündung) empfohlen. Bei unspezifischen Kreuzschmerzen ist Bildgebung ohne klinische Indikation nicht sinnvoll und liefert oft „Zufallsbefunde" ohne therapeutische Konsequenz.
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Redaktioneller Hinweis
Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.