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Vorsorge

Impfungen für Erwachsene – was zahlt die Kasse

Aktualisiert: 01. Juni 2025
Kurz-Antwort

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt alle von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Standardimpfungen komplett – dazu zählen Tetanus/Diphtherie/Keuchhusten alle 10 Jahre, die jährliche Grippe-Impfung ab 60, die einmalige Gürtelrose-Impfung ab 60, sowie Pneumokokken-Impfung ab 60. Reise-Impfungen werden meist nicht übernommen – hier lohnt der Blick in den Zusatzleistungs-Katalog Ihrer Kasse.

Impfungen sind eine der wirksamsten präventiven Maßnahmen überhaupt. Für Erwachsene gibt es klare Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) – die gesetzlichen Krankenkassen zahlen alle STIKO-Empfehlungen. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick, welche Impfungen wann sinnvoll sind.

Standard-Impfungen für alle Erwachsene

• Tetanus + Diphtherie + Keuchhusten (Td/Tdap): alle 10 Jahre Auffrischung • Masern: alle Erwachsene ab 1970 Geborene ohne bekannten Impfschutz sollten einmalig Masern-Impfung erhalten (Masernschutzgesetz) • Grippe (Influenza): jährlich, empfohlen für alle ab 60, chronisch Kranke, Schwangere, Medizinisches Personal • COVID-19: laut aktueller STIKO-Empfehlung (aktualisiert regelmäßig)

Ab 60 Jahre

• Pneumokokken (einmalig, Auffrischung nach 6 Jahren bei Risiko) • Herpes Zoster / Gürtelrose: zwei Dosen im Abstand von 2–6 Monaten (Shingrix) • Grippe: jährlich mit Hochdosis-Impfstoff Die Gürtelrose-Impfung wird von der Kasse ab 60 komplett getragen – kann persönlich sehr belastende Gürtelrose-Erkrankungen im Alter verhindern.

HPV-Impfung

Empfohlen für Mädchen und Jungen zwischen 9–14 Jahren (frühestens 9). Nachholimpfung bis 17. Für Erwachsene ab 18: keine STIKO-Empfehlung, wird von der Kasse in der Regel nicht übernommen, kann aber medizinisch sinnvoll sein.

Reise-Impfungen

Nicht Teil der Standard-Impfungen: FSME (Reise in Zeckengebiete), Hepatitis A + B (Reise in tropische Länder), Gelbfieber (Afrika/Südamerika), Typhus, Meningokokken, Cholera. Kosten müssen meist selbst übernommen werden – viele Kassen erstatten aber im Rahmen ihrer Satzungsleistungen. Vor Reisen: fachliche Beratung durch Tropenmediziner oder Impfsprechstunde.

Häufige Fragen

Wo lasse ich mich als Erwachsener impfen?

Beim Hausarzt – Standard-Ort. Reise-Impfungen bei Tropenmedizinern oder speziellen Impfsprechstunden. Grippe- und COVID-Impfung teilweise auch in Apotheken (variiert nach Bundesland).

Wie erkenne ich meinen Impfstatus?

Impfpass mitbringen. Wenn dieser fehlt oder lückenhaft ist: bei Ihrem Hausarzt Impfstatus überprüfen lassen (blutserologisch oder anhand alter Praxis-Daten). In der ePA werden zukünftig alle Impfungen automatisch dokumentiert.

Sind Impfungen gefährlich?

Nein, aber wie jede medizinische Maßnahme haben sie Nebenwirkungen: lokale Rotheit an Impfstelle, Muskel-/Kopfschmerzen, gelegentlich Fieber – in der Regel harmlos nach 1–2 Tagen weg. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind extrem selten (unter 1:100.000) und werden vom Paul-Ehrlich-Institut streng überwacht.

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Redaktioneller Hinweis

Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei individuellen medizinischen Fragen wenden Sie sich an Ihren Hausarzt. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards.