Blut im Stuhl: Welcher Arzt ist zuständig?
Blut im Stuhl muss IMMER ärztlich abgeklärt werden. Hellrotes Blut oder Schleimhaut-Blutung meist durch Hämorrhoiden oder Analfissuren – ansonsten Gastroenterologe (Darmspiegelung).
Notfall-Check – wann 112 wählen?
112 rufen: Große Mengen Blut, Teerstuhl mit Kreislaufsymptomen (Schwindel, Herzrasen, Bewusstlosigkeit) – Verdacht auf schwere gastrointestinale Blutung.
116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Anhaltend blutiger Stuhl mit Bauchschmerzen außerhalb der Praxis-Öffnungszeiten.
Ab 50 (Männer) / 55 (Frauen) empfiehlt sich sowieso eine Vorsorge-Darmspiegelung – Blut im Stuhl ist ein zusätzlicher Grund.
Hintergrund zu Blut im Stuhl
Blut im Stuhl kann harmlos sein (Hämorrhoiden, Analfissur) oder auf ernstere Erkrankungen hinweisen: chronische Darm-Entzündung (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), Divertikel, Polypen oder Darmkrebs. Regel: hellrot = eher tiefer Darm (nahe Anus), dunkel bis schwarz (Teerstuhl) = Blutung im oberen Verdauungstrakt (Magen, Zwölffingerdarm). Jede Blutung braucht Abklärung – Selbstdiagnose reicht nicht.
Welcher Arzt ist bei Blut im Stuhl zuständig?
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Häufige Fragen zu Blut im Stuhl
›Hellrotes vs. schwarzes Blut – Bedeutung?
Hellrot: meist Blutung nahe Anus (Hämorrhoiden, Analfissur, Enddarm-Polyp). Dunkelrot: höher gelegen im Dickdarm. Schwarz/Teerstuhl (Meläna): Blutung im oberen Verdauungstrakt (Magen, Zwölffingerdarm) – Blut wird durch Magensäure schwarz. Alle Varianten sind ärztlich abklärungsbedürftig.
›Sind Hämorrhoiden gefährlich?
Hämorrhoiden sind nicht gefährlich, aber häufig unangenehm. Sie sind erweitertes Gefäßgeflecht am After-Ausgang. Behandlung: Basis mit ballaststoffreicher Ernährung, ausreichend Trinken, keine Pressanstrengung; bei Bedarf lokal (Salben, Zäpfchen) oder proktologisch (Gummiband-Ligatur, OP). Wichtig: erst nach ärztlicher Diagnose selbst behandeln, damit ernstere Ursachen ausgeschlossen sind.
›Ab wann Darmkrebs-Vorsorge?
Männer haben Anspruch auf eine kostenlose Vorsorge-Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr, Frauen ab dem 55. Alternativ: jährlicher immunologischer Stuhltest (iFOBT). Bei familiärer Belastung (Darmkrebs bei Verwandtem ersten Grades unter 50) beginnt die Vorsorge 10 Jahre vor dem Alter des Betroffenen.
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Redaktioneller Hinweis
Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.