Halsschmerzen: Welcher Arzt ist zuständig?
Bei Halsschmerzen ist der Hausarzt oder Kinderarzt die erste Anlaufstelle. Bei anhaltenden Beschwerden über 3 Wochen oder Heiserkeit ist eine HNO-ärztliche Abklärung nötig.
Notfall-Check – wann 112 wählen?
112 rufen: Starke Halsschmerzen mit Atemnot, Speichelfluss und hohem Fieber (Verdacht auf Epiglottitis – v.a. bei ungeimpften Kindern).
116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Sehr starke Halsschmerzen mit hohem Fieber und Schluckunfähigkeit außerhalb der Öffnungszeiten.
Nach einer Woche unverändertem oder verstärktem Verlauf: Hausarzt-Termin.
Hintergrund zu Halsschmerzen
Halsschmerzen sind meist Symptom eines viralen Infekts (Erkältung, Grippe, Corona) und heilen innerhalb einer Woche ab. Nur ein kleiner Teil ist bakteriell (z. B. Streptokokken-Angina) und benötigt Antibiotika. Bei anhaltenden Halsschmerzen über drei Wochen, Heiserkeit oder Schluckstörungen sollte HNO-ärztlich abgeklärt werden, um seltene aber ernste Ursachen (Kehlkopf-Tumor) auszuschließen.
Welcher Arzt ist bei Halsschmerzen zuständig?
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Häufige Fragen zu Halsschmerzen
›Halsschmerzen: wann Antibiotikum?
Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infektionen (v.a. Streptokokken). Der Hausarzt erkennt das an Anamnese, Untersuchung und ggf. Streptokokken-Schnelltest. 80–90 % der Halsschmerzen sind aber viral und Antibiotika hier wirkungslos.
›Wann zum HNO bei Halsschmerzen?
Bei Halsschmerzen länger als 3 Wochen, bei anhaltender Heiserkeit über 3 Wochen (unklar für Raucher!), bei chronischen Schluckstörungen, bei Kloßgefühl ohne Infektzeichen, oder wenn Untersuchung von Kehlkopf mit Endoskop nötig wird.
›Halsschmerzen bei Kindern: ansteckend?
Ja, virale Halsschmerzen sind hochansteckend, meist über Tröpfchen. Kinder mit Fieber gehören nicht in Kita/Schule. Bakterielle Streptokokken-Angina ist unter Antibiotika nach 24 Stunden nicht mehr ansteckend.
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Redaktioneller Hinweis
Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.