Schlafstörungen: Welcher Arzt ist zuständig?
Bei Schlafstörungen ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Bei Verdacht auf Schlafapnoe (Schnarchen mit Atemaussetzern und Tagesmüdigkeit): HNO-Arzt oder Schlafmediziner. Bei psychischen Ursachen: Psychotherapeut oder Psychiater.
Notfall-Check – wann 112 wählen?
112 rufen: Nicht typisch.
116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Nicht typisch.
Chronischer Schlafmangel ist ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen – langfristig ernstnehmen.
Hintergrund zu Schlafstörungen
Schlafstörungen betreffen etwa 20–30 Prozent der Erwachsenen. Formen: Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie), Schlafapnoe (Atemaussetzer), Restless-Legs-Syndrom, Parasomnien. Ursachen: Stress, Depression, Angst, chronische Schmerzen, Alkohol, Koffein, Medikamente, Wechseljahre, körperliche Erkrankungen. Vor Schlafmitteln steht Schlafhygiene: feste Zeiten, kein Bildschirm 1 h vor Bett, kühles Schlafzimmer, kein Alkohol/Koffein am Abend.
Welcher Arzt ist bei Schlafstörungen zuständig?
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Häufige Fragen zu Schlafstörungen
›Was ist Schlafhygiene?
Verhaltensregeln für besseren Schlaf: regelmäßige Bett- und Aufstehzeiten (auch am Wochenende), kein Bildschirm 1 h vor Bett, kühles Schlafzimmer (16–18 °C), dunkles Schlafzimmer, kein Alkohol/Koffein/schweres Essen am Abend, tagsüber Bewegung. Bei anhaltender Schlaflosigkeit: kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) ist Goldstandard.
›Wann Schlafmittel?
Rezeptpflichtige Schlafmittel (v.a. Benzodiazepine, Z-Substanzen) sollten nur kurz (max. 4 Wochen) und in Krisen eingesetzt werden – Abhängigkeitspotenzial. Baldrian, Melatonin und pflanzliche Mittel haben geringere Wirkstärke und Nebenwirkungen, aber auch begrenzte Evidenz. Vorrang haben Schlafhygiene und Verhaltenstherapie.
›Was ist Schlafapnoe?
Schlafapnoe ist eine ernste Erkrankung mit Atemaussetzern im Schlaf, meist durch Verschluss der oberen Atemwege. Symptome: lautes unregelmäßiges Schnarchen, beobachtete Atempausen, ausgeprägte Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, morgendliche Kopfschmerzen. Diagnose durch Schlaflabor. Behandlung meist mit CPAP-Maske – deutlich lebensverlängernd.
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Redaktioneller Hinweis
Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.