Schwindel: Welcher Arzt ist zuständig?
Schwindel gehört initial zum Hausarzt. Bei Drehschwindel mit Ohrsymptomen zum HNO-Arzt, bei Schwankschwindel mit neurologischen Symptomen zum Neurologen. Plötzlicher starker Schwindel kann ein Schlaganfall sein – im Zweifel 112.
Notfall-Check – wann 112 wählen?
112 rufen: Plötzlicher starker Schwindel mit Sprachstörung, einseitiger Lähmung, Doppelbildern oder Bewusstseinstrübung (Schlaganfall-Verdacht – FAST-Regel).
116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Anhaltend starker Schwindel mit Übelkeit außerhalb der Praxis-Öffnungszeiten.
Gutartiger Lagerungsschwindel (BPPV) ist meist harmlos und mit Lagerungsmanövern binnen Minuten zu behandeln – aber die Erstdiagnose gehört zum HNO oder Neurologen.
Hintergrund zu Schwindel
Schwindel ist eines der häufigsten Symptome in der Hausarztpraxis. Wichtig ist die Unterscheidung: Drehschwindel (typisch bei Ohr-Erkrankungen wie gutartigem Lagerungsschwindel oder Morbus Menière), Schwankschwindel (oft neurologisch, muskulär oder psychogen), Benommenheit (kreislaufbedingt oder medikamentös). Plötzlicher starker Schwindel mit neurologischen Ausfällen (Sprachstörung, Sehstörung, Lähmung) ist ein Schlaganfall-Verdacht.
Welcher Arzt ist bei Schwindel zuständig?
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Häufige Fragen zu Schwindel
›Drehschwindel oder Schwankschwindel?
Drehschwindel: die Umgebung dreht sich, meist mit Übelkeit – typisch für Innenohr-Erkrankungen wie den gutartigen Lagerungsschwindel (BPPV) oder Morbus Menière. Schwankschwindel: das Gefühl, kein festen Boden zu haben – häufig neurologisch, muskulär oder psychogen. Die Unterscheidung ist diagnostisch wichtig.
›Was ist der gutartige Lagerungsschwindel?
Der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPPV) ist die häufigste Schwindel-Ursache. Kleine Kalzium-Kristalle im Innenohr lösen bei Kopfbewegung sekundenlange Dreh-Attacken aus. Diagnose und Behandlung (Epley- oder Semont-Manöver) durch HNO-Arzt oder Neurologen sind meist sehr wirksam.
›Schwindel: wann sofort 112?
Bei plötzlichem starken Schwindel mit neurologischen Ausfällen (Sprachstörung, einseitige Lähmung, Doppelbilder, Bewusstseinstrübung), oder Kombination mit Brustschmerz, Kollaps oder anhaltender Herzrhythmus-Störung.
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Redaktioneller Hinweis
Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.