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Haut & Vorsorge

Sonnenschutz: was Sonnencreme leisten kann und was nicht

Wenn das erste heiße Wochenende kommt, ist die Sonnencreme oft nach dem Winter im Schrank ausgetrocknet. Für die Haut ist das ein ungewisser Start in die Saison. Was Sonnencreme im Alltag wirklich leisten kann, wo ihre Grenzen sind und wie man sie sinnvoll einsetzt.

Navoria Redaktion|Veröffentlicht 20. Mai 2026|Zuletzt redaktionell aktualisiert 5. Februar 2026| 5 Min. Lesezeit
Sonnencreme wird aufgetragen

UV-Strahlung ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Hautkrebs. UV-A dringt tief in die Haut ein und lässt sie altern (Falten, Pigmentflecken), UV-B verursacht den akuten Sonnenbrand und den Großteil der DNA-Schäden. Ein guter Sonnenschutz schützt vor beiden Anteilen und trägt in der EU das UVA-Logo (kreisförmiges UVA in Ellipse) auf der Verpackung.

Welchen Lichtschutzfaktor wählen

Für Mitteleuropäer in der Sommermittagssonne wird ein hoher Lichtschutzfaktor empfohlen (LSF 30 oder höher, für helle Hauttypen und Kinder LSF 50+). Konkrete Empfehlungen zu Hauttyp, LSF und Verhalten in der Sonne finden Sie beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und in der aktuellen S3-Leitlinie zur Hautkrebsprävention.

Die Menge ist entscheidend

Erwachsene brauchen für den ganzen Körper eine großzügige Menge Sonnencreme (Faustregel: etwa 6 Teelöffel oder eine Handvoll). Wer deutlich weniger aufträgt, reduziert den effektiven Schutz erheblich. Regelmäßig nachcremen, sofort nach dem Baden oder starkem Schwitzen.

Wo Sonnencreme ihre Grenzen hat

  • Mittagssonne im Hochsommer meiden – zusätzlich Schatten, Hut und leichte Kleidung
  • Reflexionen von Wasser, Sand und Schnee verstärken die UV-Belastung deutlich
  • In den Bergen steigt die UV-Belastung mit der Höhe an
  • Solarium schützt nicht vor Sonnenbrand und erhöht das Hautkrebsrisiko
  • Autofenster halten UV-B größtenteils zurück, UV-A dringt teilweise durch

Sonnenbrand: was tun

Ein leichter Sonnenbrand mit Rötung heilt meist innerhalb weniger Tage. Hilfreich sind kühlende Umschläge, feuchtigkeitsspendende After-Sun-Lotion und Ruhe. Rezeptfreie Schmerzmittel können kurzzeitig helfen; Auswahl und Dosierung nach Packungsbeilage sowie nach Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Apotheke, unter Beachtung von Gegenanzeigen (zum Beispiel Magen-Darm-Erkrankungen, Nierenprobleme, Blutverdünner, Schwangerschaft, Kinder). Nicht kratzen, keine Zahnpasta oder Hausmittel auf die Haut. Bei Blasen, großflächigem Sonnenbrand, Kreislaufproblemen, Fieber, Übelkeit oder bei Säuglingen und kleinen Kindern gehört der Sonnenbrand zeitnah ärztlich abgeklärt – im Zweifel in eine Notaufnahme.

Häufige Fragen

Ist die Sonnencreme vom Vorjahr noch gut?

Sonnencremes tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und/oder ein PAO-Symbol (offener Tiegel mit Monatszahl), das die Verwendungsdauer nach dem Öffnen angibt. Prüfen Sie MHD, PAO und den Zustand der Creme (Geruch, Farbe, Konsistenz). Bei sichtbaren Veränderungen oder abgelaufenem Datum aussortieren.

Sind mineralische Sonnencremes besser?

Mineralische Filter (Zinkoxid, Titandioxid) reflektieren einen Teil der UV-Strahlung, absorbieren aber ebenfalls einen erheblichen Anteil. Sie sind meist gut verträglich, hinterlassen manchmal einen Weißschimmer. Chemische Filter absorbieren die Strahlung und sind kosmetisch oft angenehmer, können bei empfindlicher Haut aber Unverträglichkeiten auslösen. In der EU dürfen nur kosmetikrechtlich zugelassene UV-Filter verwendet werden; das BfR bewertet Risiken einzelner Stoffe, erteilt aber nicht pauschal die Produktfreigabe.

Braucht man in Deutschland auch im Winter Sonnenschutz?

Bei Aktivitäten im Schnee und in den Bergen ja. Im Alltag zwischen Oktober und März reicht die UV-Belastung meist nicht für einen Sonnenbrand, für exponierte Bereiche wie das Gesicht kann eine Tagescreme mit UV-Schutz aber sinnvoll sein.

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Quellen und Leitlinien

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel ist eine informierende Aufbereitung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei konkreten Beschwerden fragen Sie Ihren Haus- oder Facharzt.

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