UV-Strahlung ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Hautkrebs. UV-A dringt tief in die Haut ein und lässt sie altern (Falten, Pigmentflecken), UV-B verursacht den akuten Sonnenbrand und den Großteil der DNA-Schäden. Ein guter Sonnenschutz schützt vor beiden Anteilen und trägt in der EU das UVA-Logo (kreisförmiges UVA in Ellipse) auf der Verpackung.
Welchen Lichtschutzfaktor wählen
Für Mitteleuropäer in der Sommermittagssonne wird ein hoher Lichtschutzfaktor empfohlen (LSF 30 oder höher, für helle Hauttypen und Kinder LSF 50+). Konkrete Empfehlungen zu Hauttyp, LSF und Verhalten in der Sonne finden Sie beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und in der aktuellen S3-Leitlinie zur Hautkrebsprävention.
Erwachsene brauchen für den ganzen Körper eine großzügige Menge Sonnencreme (Faustregel: etwa 6 Teelöffel oder eine Handvoll). Wer deutlich weniger aufträgt, reduziert den effektiven Schutz erheblich. Regelmäßig nachcremen, sofort nach dem Baden oder starkem Schwitzen.
Wo Sonnencreme ihre Grenzen hat
- Mittagssonne im Hochsommer meiden – zusätzlich Schatten, Hut und leichte Kleidung
- Reflexionen von Wasser, Sand und Schnee verstärken die UV-Belastung deutlich
- In den Bergen steigt die UV-Belastung mit der Höhe an
- Solarium schützt nicht vor Sonnenbrand und erhöht das Hautkrebsrisiko
- Autofenster halten UV-B größtenteils zurück, UV-A dringt teilweise durch
Sonnenbrand: was tun
Ein leichter Sonnenbrand mit Rötung heilt meist innerhalb weniger Tage. Hilfreich sind kühlende Umschläge, feuchtigkeitsspendende After-Sun-Lotion und Ruhe. Rezeptfreie Schmerzmittel können kurzzeitig helfen; Auswahl und Dosierung nach Packungsbeilage sowie nach Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Apotheke, unter Beachtung von Gegenanzeigen (zum Beispiel Magen-Darm-Erkrankungen, Nierenprobleme, Blutverdünner, Schwangerschaft, Kinder). Nicht kratzen, keine Zahnpasta oder Hausmittel auf die Haut. Bei Blasen, großflächigem Sonnenbrand, Kreislaufproblemen, Fieber, Übelkeit oder bei Säuglingen und kleinen Kindern gehört der Sonnenbrand zeitnah ärztlich abgeklärt – im Zweifel in eine Notaufnahme.